Goodwill Industries of South Florida bietet Menschen mit Behinderungen und anderen, die mit Hürden beim Zugang zur Arbeit konfrontiert sind, berufliche Ausbildung, Beschäftigung und Vermittlungsdienste an. Der Präsident und CEO der Organisation, David Landsberg, sagt, sie sei Floridas größter Arbeitgeber für Menschen mit Behinderungen und der 18.-größte Arbeitgeber in South Florida.

Bei einer Besichtigung der Einrichtung der Organisation in Miami-Dade wurde deutlich, dass ihre Arbeit weit über den bekannten Betrieb mit Secondhand-Kleidung hinausgeht. Die Unternehmen von Goodwill stellen Militärkleidung und andere Bekleidung her, bieten Reinigungsdienste an Arbeitsstätten des Bundes an und betreiben eine gewerbliche Wäscherei. Die Organisation bietet außerdem Berufsausbildungen in Bereichen wie Heizung, Lüftung und Klimatisierung (HVAC) sowie Solarinstallation an und unterstützt Absolventen bei der Arbeitssuche in der Gemeinde.

Zu den bei der Besichtigung vorgestellten Tätigkeiten gehörte die Herstellung von amerikanischen Flaggen für die Beisetzung von Veteranen. Der Besucher beobachtete einen blinden Mitarbeiter, der die Flaggen präzise und schnell nähte. Zum Programm gehörte auch eine Probe der Spirit of Goodwill Band. Deren Musiker arbeiten für die Organisation und haben unterschiedliche Behinderungen. Sie erhalten während der Arbeitswoche Zeit zum Üben und für Auftritte bei Veranstaltungen in der Gemeinde, darunter die Benefizgala von Goodwill.

Der Artikel beschreibt Arbeit als Quelle von Struktur, Erfolgserlebnissen und sozialen Kontakten und bezieht sich dabei auf die Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz aus dem Jahr 2022. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass eine Beschäftigung Menschen Möglichkeiten bieten kann, Beziehungen und Unabhängigkeit auch außerhalb ihrer Familien zu entwickeln.

Trotz des gesetzlichen Schutzes durch den Americans with Disabilities Act ist es für Menschen mit Behinderungen nach wie vor weniger wahrscheinlich, beschäftigt zu sein. Die im Artikel zitierten Zahlen des U.S. Bureau of Labor Statistics zeigen, dass die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderungen ab 16 Jahren im Jahr 2025 bei 8,3 % lag, gegenüber 4,1 % bei Menschen ohne Behinderungen. Von den Menschen mit Behinderungen im Alter von 16 bis 64 Jahren waren 41,8 % erwerbstätig oder auf Arbeitssuche.

Der Artikel stellt Anpassungen am Arbeitsplatz und die Schulung von Beschäftigten als praktische Möglichkeiten dar, die Erwerbsbeteiligung auszuweiten. Goodwills Gründer, Edgar J. Helms, brachte den Ansatz der Organisation mit dem Satz „Nicht Almosen, sondern eine Chance“ auf den Punkt.

Quellen: Psychology Today.