Eine neue Ausstellung im Victoria and Albert Museum in London erkundet die Geschichte Konstantinopels und Istanbuls anhand von mehr als 200 Objekten aus byzantinischer und osmanischer Zeit. „Konstantinopel bis Istanbul: Eine Stadt, zwei Imperien“ wird am 7. November 2026 eröffnet und soll bis zum 9. Mai 2027 im V&A South Kensington zu sehen sein.

Die Ausstellung zeichnet die Geschichte der Stadt über fast 1.600 Jahre nach: von ihrer Gründung als kaiserliche Hauptstadt unter Konstantin im 4. Jahrhundert bis zu ihrer Rolle als bedeutende Metropole des 19. Jahrhunderts. Ihre vier Abschnitte behandeln die römischen Ursprünge der Stadt, sakrale Architektur, die Förderung der Künste durch den osmanischen Hof und den urbanen Alltag.

Zu den frühen Objekten zählt ein bronzener Schlangenkopf von der Schlangensäule, die Konstantin von Delphi versetzen ließ, um damit das Hippodrom der Stadt zu schmücken. Die Ausstellung beleuchtet auch die Bedeutung der Hagia Sophia, die der byzantinische Kaiser Justinian im 6. Jahrhundert in Auftrag gab und die nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 später in eine Moschee umgewandelt wurde.

Das religiöse und monastische Leben wird unter anderem durch Objekte wie das Lincoln-Typikon veranschaulicht, ein illuminiertes Manuskript aus dem 14. Jahrhundert aus einem Konstantinopler Frauenkloster. Laut dem Bericht der Quelle wird es erstmals seit sechs Jahrzehnten als Leihgabe des Lincoln College in Oxford gezeigt.

Zu den Objekten in den osmanischen Abschnitten gehören Gentile Bellinis Porträt von Sultan Mehmet II. aus dem Jahr 1480, eine lange Prozessionsrolle mit der Palastgefolgschaft des Sultans, ein mit Goldfäden gewebter Seidenkaftan und ein Paar goldene Pistolen, die der osmanische Hof König Georg III. überreichte. Der letzte Abschnitt wendet sich von den kaiserlichen Schauplätzen dem gesellschaftlichen Leben des 19. Jahrhunderts zu und zeigt Darstellungen von Kaffeehäusern, Literatursalons und öffentlichen Badehäusern.

Quellen: Smithsonian Magazine.