Die harten Strafen, die Südkorea gegen des Mobbings beschuldigte Schüler verhängt, haben laut dem Ausgangsartikel Folgen, die über die beabsichtigte Abschreckung hinausgehen. Familien fechten Schulentscheidungen zunehmend mit Klagen an, und Versicherer berichten von einem starken Anstieg der Auszahlungen im Zusammenhang mit Ansprüchen wegen Gewalt an Schulen.
Schüler mit einem Mobbingvermerk können von der Zulassung zu öffentlichen Universitäten ausgeschlossen werden – eine Strafe, die erhebliche finanzielle und schulische Folgen haben kann. Dem Artikel zufolge hat dieses hohe Risiko Eltern dazu veranlasst, Anschuldigungen und Entscheidungen der Schulen anzufechten, anstatt sie einfach hinzunehmen. Solche Rechtsstreitigkeiten können sich über Jahre hinziehen und Zehntausende Dollar kosten.
Zahlen von fünf großen Schadenversicherern zufolge stiegen die Auszahlungen im Zusammenhang mit Gewalt an Schulen von 231 Fällen im Jahr 2021 auf 1.297 im Jahr 2022 und 3.388 im Jahr 2023. Der Artikel nennt für 2025 insgesamt 3.443 Fälle und berichtet, dass in den Monaten Januar und Februar jenes Jahres bereits 2.056 registriert worden waren.
Der Ausgangsartikel schildert außerdem einen Fall, in dem ein Schüler der fünften Klasse auf 25 Millionen Won, umgerechnet etwa 16.580 Dollar, verklagt wurde, weil er wiederholt darum gebeten hatte, sich Gegenstände auszuleihen, und angeblich einen anderen Schüler angesehen hatte. Das örtliche Bildungsamt sah keinen Handlungsbedarf, doch der Elternteil des anderen Schülers erhob eine Zivilklage auf Schadensersatz. Das Gericht wies die Klage vollständig ab. Nachdem die Familie das Verfahren vor dem Schulausschuss und die Gerichtsverfahren durchlaufen hatte, beantragte sie später Versicherungsschutz.
Der Artikel stellt diese Fälle als unbeabsichtigte Folge einer Politik dar, die Mobbing eindämmen soll: Langwierige Rechtsstreitigkeiten können Familien erheblich finanziell und psychisch belasten.
Quellen: Psychology Today.