Ein Plan für die Zeit nach der Geburt, der Zeit im Freien, körperliche Aktivität und soziale Kontakte vorsieht, kann das Wohlbefinden frischgebackener Eltern fördern. Darauf verweist eine in einem Artikel von Psychology Today zitierte Studie. Diese Gewohnheiten können während des anspruchsvollen Übergangs zur Betreuung eines Neugeborenen außerdem für Struktur sorgen.

Zeit in der Natur wird mit einer besseren Stimmung, emotionaler Regulation, Optimismus und Resilienz sowie mit Vorteilen für die Entwicklung von Kindern in Verbindung gebracht. Wenn ein Ausflug in die Natur nicht praktikabel ist, kann ein Tapetenwechsel – etwa ein Cafébesuch oder ein Besuch im Museum – den Alltag abwechslungsreicher machen. Der Artikel merkt zudem an, dass Eltern nicht darauf verzichten müssen, mit einem Neugeborenen nach draußen zu gehen.

Bewegung kann dazu beitragen, Wochenbettdepressionen und Angstzustände zu lindern. Eine Metaanalyse ergab, dass körperliche Aktivität allein beides wirksam verringerte. Mindestens 80 Minuten intensive Bewegung pro Woche waren mit einer moderaten Abnahme der Symptomschwere verbunden. Beispiele dafür sind zügiges Gehen, Schwimmen und Radfahren. Dem Artikel zufolge kann ein täglicher Spaziergang mit dem Baby eine Möglichkeit sein, Bewegung in den Alltag einzubauen, sofern die Eltern dazu in der Lage sind.

Auch soziale Kontakte gehören zu diesem Plan. Zeit mit Freunden oder der Familie zu verbringen oder an einer babyfreundlichen Aktivität teilzunehmen, kann Unterstützung bieten. Die im Artikel angeführte Forschung nennt soziale Unterstützung als Schutzfaktor gegen Wochenbettdepressionen und Angstzustände, insbesondere bei Frauen mit einem erhöhten Risiko für psychische Probleme.

Die drei Gewohnheiten lassen sich miteinander verbinden: Ein Spaziergang mit einer Freundin oder einem Freund kann beispielsweise Bewegung, Zeit im Freien und soziale Kontakte vereinen. Wenn es schwerfällt, das Haus zu verlassen, empfiehlt der Artikel, andere um Hilfe zu bitten. Er betont außerdem, dass Veränderungen des Lebensstils nicht für alle ausreichen: Anhaltende oder schwere Symptome erfordern die Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal oder eine Fachkraft für psychische Gesundheit. Eine Behandlung kann wirksam sein.

Quellen: Psychology Today.