Eine Studie von Forschenden der University of Washington schätzt, dass eine dauerhafte Sommerzeit für Schülerinnen und Schüler der Klassen K–12 rund eine Milliarde zusätzliche Schulwege an dunklen Morgen bedeuten könnte. Die Untersuchung befasst sich mit einem Vorschlag in den USA, dem sogenannten Sunshine Protection Act, der die Sommerzeit dauerhaft einführen würde.
Die Forschenden Rodríguez Ferrante und Kollegen analysierten Daten zu tödlichen Verkehrsunfällen aus einem Jahrzehnt, die landesweit erfasst wurden. Sie stellten fest, dass Fußgänger bei Unfällen an dunklen Morgen häufiger beteiligt waren als an hellen Morgen. Bei Kindern im Alter von 5 bis 18 Jahren war der Unterschied noch größer: 2,22 gegenüber 1,77 in der Gesamtanalyse, so die Studie.
Bei dauerhafter Sommerzeit wären Wintermorgen für Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule dunkler. Die Schätzung der Forschenden umfasst Kinder, die auf Busse warten oder mit dem Bus beziehungsweise dem Auto unterwegs sind. Auch für einige Senatoren, die den Vorschlag prüften, war die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler ein zentrales Anliegen.
Die Studie wurde Journalistinnen und Journalisten am 29. Oktober vorgestellt und ist in der Fachzeitschrift Current Biology als „im Druck“ aufgeführt. Ihre Ergebnisse bringen ein auf Sicherheit ausgerichtetes Argument in die Debatte darüber ein, ob die Vereinigten Staaten weiterhin die Uhren umstellen, eine dauerhafte Sommerzeit einführen oder dauerhaft die Normalzeit nutzen sollten.
Quellen: Psychology Today.
